Moyn 2024 Aufarbeitung - 1 Fall, viele Sichtweisen
Auf dem Moyn Festival 2024 bekam eine Person (FestivalBesucher & KüchenCrewmitglied) erstmalig eine Psychose. In Folge waren viele unterschiedliche MoynMenschen in den Fall involviert – Awareness, Psycare, Sanis, Secus, Produktion. Für den Betroffenen war das der Anfangspunkt einer längeren, gravierenden Krankheitsphase .
Per Zufall kommen einige seltene Gegebenheiten bei diesem Fall zusammen, so dass er sich eignet als perfekte Lernmöglichkeit:
- der Betroffene ist ein Bekannter von mir, der in dem gemeinsamen Freundeskreis den Ruf als „vernünftig, kommt klar, sehr angenehmer Zeitgenosse“ hat. Er ist außerdem sehr gut reflexionsfähig, geht mit der Psychose offen um und ist Teil des Projekts.
- ich war 2025 selbst im Psycare-Team auf dem Moyn aktiv
- die Hintergrundschicht des Falls kenne ich (Köln-Bubble) und halte sie für sehr fähig, auch was Wahnzustände etc angeht. Sie kann sich außerde an den Fall erinnern und ist an der Aufarbeitung interessiert.
- auch der behandelnde Psychiater des Betroffenen hat Interesse signalisiert, sich in das Projekt einzubringen. Er scheint außerdem wohl Berührungspunkte mit FeierSzenen zu haben
In der Aufarbeitung könnte man daher erstmal verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, z.B. :
Betroffener: seine eigene Wahrnehmung und Erfahrungen
Psycare: Einschätzungen und Handlungen aus der Krisenbegleitung vor Ort
Awareness-Team: Rolle und Verantwortung bei psychischen Krisen im Feiersetting
Produktion: Sichtweise der Festivalorganisation, die schwierige Entscheidungen treffen musste
Familie: Perspektive der Mutter als nahe Angehörige
Festivalbegleitung: Eindrücke der Freund:innen und Mitreisenden
Diese seltene Chance eröffnet möglicherweise wertvolle Erkenntnisse und kann den Beteiligten dabei helfen, in zukünftigen Situationen besser vorbereitet zu sein. Manchmal zeigt ein einzelner Fall deutlicher als jede Theorie, wo Lücken bestehen, welche Fragen offenbleiben und wie unterschiedlich Perspektiven auf ein Ereignis sein können
Das Ziel: voneinander lernen, Missverständnisse abbauen und gemeinsam Wege finden, wie wir in Zukunft besser unterstützen und Krisen vorbeugen können.
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